Sehenswürdigkeiten in Hagen 
Sehenswürdigkeiten in Hagen

Sehenswürdigkeiten in Hagen


Wasserschloss Werdringen

Das Wasserschloss Werdringen liegt in Hagen. In der Nähe ist die Ruhr. Die Landschaft um das Schloss ist umgeben von Mythen und Sagen. Am Fuße des Kaisbergs befindet sich das Schloss. Es ist heute ein Museum für Ur- und Frühgeschichte. In der Umgebung befinden sich zahlreiche archäologische und historische Denkmäler. Die Ausstellung im Schloss zeigt archäologische und paläontologische Funde aus der Region. In der Sammlung befinden sich die ältesten Fossilien in Westfalen, frühe Landplatzen aus dem Mitteldevon an Volme und Lenne, große Urinsekten aus dem Oberkarbon in Hagen und Dinosaurier aus der Kreidezeit. Steinwerkzeuge der Neandertaler und alt- und mittelsteinzeitliche Jägergruppen, aber auch Höhlen- und Freilandfunde sind hier zu finden. Relikte von Burgen aus dem Hochmittelalter dürfen nicht fehlen. Die Überreste von Menschen in Westfalen und im Ruhrgebiet sind rund 10.700 Jahre alt und somit die ältesten, die bisher gefunden wurden. In der gesamten Region wurden bei Bauarbeiten, dem Ausbau von Strassen und Eisenbahnen und in zahlreichen Höhlen immer wieder Fossilien und andere Funde entdeckt. Durch diese zahlreichen Funde wurde in Hagen der Wunsch nach einem Museum für diese Stücke geweckt. 1910 plante Karl Ernst Osthaus ein Geschichtsmuseum in Hagen. Der frühe Tod und der erste Weltkrieg ließen diese Pläne jedoch scheitern. 1927 und 1929 wurden in Hagen und in Hohenlimburg Heimatmuseen gegründet. Sie enthielten private Funde und einige Teile der Funde, die der Stadt gehörten. Hagen wurde 1942 zur "Kulturhauptstadt" des NS-Gaues Westfalen-Süd bestimmt. Durch die Zerstörungen des 2. Weltkrieges war aber die Ausstellung nur eingeschränkt möglich. In Hohenlimburg wurde von 1975 bis 2002 die letzten Reste der Sammlung des Hagener Museums in drei kleinen Räumen präsentiert. Im November 2004 wurde dann das Wasserschloss Werdringen eröffnet und die Sammlung wurde wieder in ein eigenem Fachmuseum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. In der "Blätterhöhle" wurden Skelettreste seinzeitlicher Menschen entdeckt. Dies brachte dem Museum einen grossen Bekanntheitsgrad ein.


Hohenhof

Der Hohenhof ist eine prachtvolle Villa mit einer sehr sehenswerten historischen Parkanlage und befindet sich in der Stadt Hagen. Die Stadt liegt direkt an der Ruhr. Außerdem ist in der Villa eine Abteilung des Karl-Ernst Osthaus Museum untergebracht. Die Villa wurde ursprünglich als Wohnhaus der Familie Osthaus erbaut. Der Architekt war Henry van de Velde. Es ist eines der wenigen erhaltenen Gesamt-Kunstwerke des Jugendstils. Die Villa ist als Baudenkmal von europäischen Rang. Der Bauherr wollte den Hohenhof zum Zentrum der Künstlerkolonie Hohenhagen machen. Aber diese Kolonie wurde nie verwirklicht. Das lag vielleicht auch daran, das Karl-Ernst Osthaus sehr früh starb. Der "Hagener Impuls geht vom Hohenhof aus und gilt als Bezeichnung für die ersten zwei Jahrzehnte des letzten Jahrhunderts. In Hagen ist der Hagener Impuls nicht so spürbar wie in anderen Kolonien für Künstler. Aber das Museum im Hohenhof versucht, dem Besucher den Hagener Impuls zu vermitteln. Dies geschieht zum Beispiel durch das monumentale Glasfenster im Hagener Bahnhof oder die vier Skulpturen an der Hauptfassade des Theaters von Hagen. Aber auch die Villa Cuno, die Arbeitersiedlung Walddorf und das Krematorium in Hagen überbringen ein wenig den Impuls. In der Innenstadt befindet sich ein Planetenmodell. Es besteht aus Bronzeplatten im Gehsteig. Es ist das erste begehbare Planetenmodell der Welt. Im Mittelpunkt steht die Sonnenkugel auf dem Hagener Rathausturm. Von der Autobahn an der Ausfahrt Hagen West kann man das Wasserschloss Werdringen sehen. Hier können die Knochen des ältesten Westen besichtigt werden. Sie sind 10700 Jahre alt. Die Umgebung vom Hohenhof lädt Wanderer und Radfahrer zu wunderbaren Touren ein. Für Blumen- und Pflanzenfreunde lohnt es sich sehr, hier die Region zu erkunden. Die Gegend lädt einfach dazu ein, hier ein wenig zu wandern oder spazieren zu gehen. In der Nähe befindet sich auch ein Wohnmobil-Abstellplatz.


Sternwarte

Die Sternwarte in Hagen wurde im November 1955 gegründet und arbeitet seither in verschiedenen Bereichen der Himmelskörper und Wetterbeobachtungen. Sie ist in verschiedenen Fachvereinigungen angeschlossen und arbeitet unter anderem für die Deutsche Forschungsanstalt für Luft- und Raumfahrt, aber auch für zahlreiche andere Ämter und Behörden. Schon in den 1950er Jahren wurden Beobachtungen festgehalten und astronomische Themen diskutiert. Besucher finden in dem eigens errichteten Gebäude seit dem 1960er Jahren die Möglichkeit, Sterne zu beobachten oder aber auch, wer es etwas außergewöhnlich möchte, auch eine Patenschaft für einen Stern mit Urkunde und allen wichtigen Informationen übernehmen. Besucher können außerdem interessante Vorträge hören und sich die Sternwarte und ihre Arbeitsgebiete genau erklären lassen. Vorträge und andere Veranstaltungen für Schulklassen und andere Besucher gehören neben der eigentlichen astronomischen Betätigung zur Hauptaufgabe der Mitarbeiter. Öffentlichkeitsarbeit mit regelmäßigen Öffnungszeiten, aber auch Meteoritenerfassung und die Beobachtung von Himmelsphänomenen sind nur ein kleiner Teil der spannenden Arbeit. Auch die Beobachtung und die Erfassung von Wetterdaten sind Bestandteil der Tätigkeit der Vereinsmitglieder, denn die Sternwarte wird hauptsächlich von einer Arbeitsgemeinschaft getragen. Auf der eigenen Homepage finden Interessierte auch Informationen über Projekte speziell für Kinder und Jugendliche. Hier werden Führungen, aber auch Ausflüge in benachbarte Sternwarten und vieles mehr vorbereitet. So trägt die Sternwarte auch zur Jugendarbeit in Hagen und der näheren Umgebung bei, und die Kinder können ein spannendes Hobby entdecken.


LWL-Freilicht Museum

Das Freilicht Museum in Hagen liegt im wunderschönen Mäckingerbachtal. Der Mäckingerbach durchläuft eines der schönsten Wiesentäler des vorderen Sauerlandes. Das Gelände ist Museums ist sehr groß und hier dürfen keine Autos fahren. Für Familien mit Kindern ist es ratsam, vorher telefonisch einen Bollerwagen zu reservieren. Fast 60 rekonstruierte Werkstätten und Gewerbebetriebe sind auf dem gesamten Gelände zu finden. Die verschiedensten Gewerbe des 18. und 19. Jahrhunderts werden hier vorgestellt. In den Werkstätten wird gebacken, geschmiedet, gedruckt, gebraut und vieles mehr. Die Besucher können aber auch selber mitmachen. In einem Betrieb kann selbst Papier hergestellt oder das Schmieden ausprobiert werden. In der Museumsbäckerei wird Brot gebacken. Es duftet hier lecker nach frischen Backwaren. Eine Ölmühle, eine Nagelschmiede, eine Seilerei, eine Papiermühle und eine Druckerei stehen zum Ausprobieren zur Verfügung. In dem Laden auf dem Gelände können die nach alter Art hergestellten Produkte gekauft werden. Ein besonderer Tipp ist die Adventszeit. Dann findet hier ein wunderbarer Weihnachtsmarkt statt. In Ständen auf dem Dorfplatz und in den historischen Fachwerkhäusern verkaufen Handwerker und Künstler ihre Produkte. Das Museum befindet sich in Hagen Selbecke. Montags und im Winter ist es geschlossen. Parkplätze befinden sich in ausreichender Zahl vor dem Museum. Die Häuser und Werkstätten sind eng und einige haben Treppen. Daher ist es für Rollstuhlfahrer nur eingeschränkt nutzbar. Das Museum bietet aber Sonderführungen für Blinde und Sehbehinderte an. Das Brauhaus auf dem Gelände bietet Speisen und Getränke an. Außerdem kann das Brot in der Bäckerei probiert werden. Auf dem Dorfplatz können die Besucher bei schönem Wetter gemütlich sitzen. Etwas oberhalb befindet sich die Museums-Gaststätte.


Schloss Hohenlimburg

Im Stadtteil Hohenlimburg der kreisfreien Großstadt Hagen liegt die Schloss Hohenlimburg. Es ist eine frühere Höhenburg und liegt auf dem Schlossberg. Kurz nach 1240 ließ Graf Dietrich I. von Altena-Isenberg sie hier errichten. Im Verlauf des 13. Jahrhunderts entwickelte sich die Burg zu einer Residenz der Stammlinie des Grafen. Die Wehranlage wechselte dennoch im Laufe der Jahre oftmals ihre Besitzer. Heute sind Vorburg, Hauptburg, Pallas, Torhäuser, Ringmauern und Bergfried aus dem 13. Und 14., sowie diverse Wohn- und Arbeitsgebäude vom 16. bis 18. Jahrhundert erhalten. Das Schloss ist zu einem der Ausflugsziele in Südwestfalen herangewachsen, wozu auch die jährlichen Schlossspiele beitragen. Das Museum thematisiert vor allem die höfische Wohnkultur und die Geschichte der Grafen und Fürsten Bentheim-Tecklenburg. Ein besonderes Highlight der Ausstellung ist der absichtlich mumifizierte „schwarze Hand“. Der Legende nach ließ Graf Dietrich von Isenberg-Limburg seinem Sohn die Hand abschlagen, weil dieser seine Mutter geschlagen habe. Tatsächlich jedoch handelt es sich hierbei um ein Leibzeichen, das man beispielsweise Mordopfern zur Beweissicherung abtrennte. Abgeschlagene Hände symbolisierten aber auch Burgfrieden. Diese Art von Rechtsgeschäften in der Region im Spätmittelalter einige Male urkundlich belegt. Der Fundort der Hand spricht für die These. Man fand sie im alten Archiv des 1811 zerstörten Turms. Untersuchungen ergaben, dass die Hand aus dem 16. Jahrhundert stammt und sie die rechte Hand eines wahrscheinlich erwachsenen Mannes ist. Es fehlen alle Fingerendglieder und ein Teil der Handwurzelknochen. Man fand außerdem Reste einer Kordel, was nach Auffassung der Wissenschaftler auf eine Art Etikettierung hindeutet. Die Burg ist in jeder Hinsicht einen Besuch wert.




Zahlen & Fakten: Stadtname:
Hagen

Bundesland:
Nordrhein-Westfalen

Regierungsbezirk:
Arnsberg

Landkreis:
Kreisfreie Stadt

Höhe:
106 m ü. NN

Fläche:
160,35 km²

Einwohner:
190.121

Autokennzeichen:
HA

Vorwahl:
02331, 02334, 02337, 02304

Gemeinde-
schlüssel:

05 9 14 000



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